Selbst die Koranverse im Innern der Moschee sind zweisprachig gehalten. Neben den arabischen Inschriften sind Sätze wie “Islam heißt Frieden” und “Kein Zwang im Glauben” zu lesen. Heute wird das 50-jährige Bestehen der Fazle-Omar-Moschee in Hamburg gefeiert. Sie ist die älteste Moschee der Nachkriegszeit in Deutschland und gilt als Beispiel für gelungene Integration und friedliches Miteinander. Während anderswo erbittert über Moscheeneubauten gestritten wird, war die Eröffnung der Fazle-Omar-Moschee 1957 ein gesellschaftliches Großereignis, Banken und honorige Bürger finanzierten den Bau mit. “Das war etwas Exotisches, ein Aushängeschild für die ganze Stadt”, sagt Salim Abdullah, Leiter des Zentralinstituts Islam-Archiv in Soest. Während heute 3,3 Millionen Muslime in Deutschland leben, waren es 1957 lediglich 8000. lno