
Beim Tag der offenen Tür führte Imam (Vorbeter) Sajid Naseem (r.) Gäste wie Josef, Emma und Dominik Schweer durch die Hiltruper Moschee. Foto: Schräder
Offen und gesprächsbereit
Von Christiane Schräder
HILTRUP “Offen und gesprächsbereit sein”, das war am Samstag laut Gemeindemitglied Tahira Yousuf die Devise in der Hiltruper “Bait ul-Momin”-Moschee.
Zum Tag der offenen Tür begrüßten Mitglieder der münsterschen “Ahmadiyya Muslim Gemeinde” Interessierte in ihrem 2003 erbautem “Haus des Gläubigen” und führten ihre Gäste durch die gesamte Moschee.
Die verfügt über zwei Gebetsräume sowie zwei angeschlossene Waschräume.
Die Gemeindemitglieder um Imam (Vorbeter) Sajid Naseem beantworteten dabei auch kritische Fragen. So wurden Mansurah Nasir und Faizah Nasir vor allem zum Thema Verschleierung und zur Stellung der Frau im Islam befragt. Für Irritation sorgte bei einigen Gästen, dass in der Gemeinschaft das Händeschütteln zur Begrüßung zwischen einander fremden Männern und Frauen nicht üblich ist: Die 1889 in Indien gegründete islamische Reformgemeinde (Motto: “Liebe für alle – Hass für keinen”) lebt streng nach der Geschlechtertrennung. In Deutschland hat die Gemeinschaft derzeit rund 30 000 Mitglieder, in Münster sind es gut 100.
Spannende Begegnung
Dominik Schweer, der die Moschee der Gemeinde erstmals mit seinen Kindern Emma und Josef besuchte, fand die Begegnung “sehr spannend”. Der Familienvater konnte schließlich mit dem Imam und weiteren Gemeindemitgliedern über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Christentum und Islam diskutieren und sich so langsam an die ihm fremden Gebräuche der Gemeinde herantasten, wie er sagte.