Reaktionen auf Schweizer-Votum
Von Stefan Toepfer
Ünal Kaymakci, stellvertretender Vorsitzender des Rats der Religionen (Mitte) und hier bei einer Debatte zum Hausener Moscheeneubau zu sehen, sieht in der Abstimmung ein Signal der Ausgrenzung
30. November 2009 Als „verheerendes Signal“ hat Ünal Kaymakci, stellvertretender Vorsitzender des Rates der Religionen in Frankfurt und Sprecher der Hazrat-Fatima-Gemeinde, die Volksabstimmung gegen Minarettbauten in der Schweiz bezeichnet. Am Sonntag hatte eine Mehrheit für einen entsprechenden Zusatz in der Bundesverfassung votiert.
Die Abstimmung stehe für Ausgrenzung, sagte Kaymakci. Dabei müsse über den Platz des Islam in den europäischen Gesellschaften diskutiert werden. Fuat Kurt, Vorsitzender des hessischen Landesverbands der Türkischen Anstalt für Religion (Ditib), sieht in dem Votum einen „Schlag gegen die Religionsfreiheit“. Als „sinnlos und kontraproduktiv“ bewertete es Abdullah Uwe Wagishauser, Vorsitzender der Ahmadiyya Muslim Jamaat, die in Frankfurt ihre Deutschland-Zentrale hat. Die Abstimmung fördere Konflikte, anstatt das Miteinander zu verbessern. Er hoffe, dass sich die Bevölkerung in Deutschland eine Diskussion wie in der Schweiz nicht aufdrängen lasse. Mehr